Ein Wocheneinkauf für 2 Personen ist schwieriger zu planen als für eine, nicht wegen der Menge, sondern weil Packungsgrößen selten zu zweit aufgehen und Reste schneller verderben, als man sie aufbraucht. Hier steht deshalb zuerst die Liste, dann der Mengenrahmen, und am Ende die Einordnung mit amtlichen Zahlen.
Die Grundliste für eine Woche zu zweit
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Preise trägst du selbst ein, die ändern sich zu schnell, um sie hier festzuschreiben.
Getreide und Grundlagen
- 1 kg Nudeln
- 500 g Reis
- 1,5 kg Kartoffeln
- 500 g Haferflocken
- 1 Brot oder 1 kg Mehl
Gemüse
- 1 kg Karotten
- 1 Netz Zwiebeln
- 1 Kohlkopf oder 1 kg Saisongemüse
- 500 g Paprika, Zucchini oder was gerade günstig ist
- 2 Dosen Tomaten
Milchprodukte und Eier
- 2 l Milch
- 500 g Käse oder Quark
- 10 Eier
Eiweiß
- 500 g Linsen oder Kichererbsen
- 600 bis 800 g Fleisch, Fisch oder Ersatz
Obst und Sonstiges
- 1,5 kg Saisonobst
- Öl, Gewürze, Essig nach Bedarf
Das sind Planungswerte für zwei Erwachsene mit normalem Aktivitätsniveau, keine Ernährungsempfehlung. Wer viel Sport treibt, schwanger ist oder besondere Anforderungen hat, braucht andere Mengen.
Was zwei Personen im Schnitt ausgeben
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Zwei-Personen-Haushalte in Deutschland wendeten laut Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts durchschnittlich 477 Euro im Monat für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren auf. Die Zahlen wurden im Juni 2026 veröffentlicht, Datenbasis ist das Jahr 2023.
Rechenweg: 477 Euro geteilt durch 4,33 Wochen ergibt rund 110 Euro pro Woche.
Wichtig für die Einordnung: In diesen 477 Euro stecken auch Getränke und Tabakwaren. Der reine Lebensmittelanteil liegt darunter, lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen aber nicht exakt herausrechnen. Als Vergleichswert für deinen Einkauf ist die Zahl also eher eine Obergrenze.
Die Liste oben landet je nach Markt und Saison meist zwischen 50 und 70 Euro. Das ist deutlich unter dem Durchschnitt, ohne dass etwas fehlt.
Wie du die Liste an dein Budget anpasst
Die Verteilung ist wichtiger als die Summe. Nach Destatis gehen im Durchschnitt aller Haushalte 22 Prozent der Nahrungsmittelausgaben in Fleisch, Wurst, Fisch und Meeresfrüchte, der größte Einzelposten.
Die Liste oben liegt bei etwa 10 bis 12 Prozent. Genau dort entsteht der Unterschied.
Wenn du günstiger werden willst, geh in dieser Reihenfolge vor:
- Fleischmenge halbieren, Hülsenfrüchte verdoppeln
- Frischgemüse teilweise durch Kohl, Karotten und Kartoffeln ersetzen
- Brot selber backen statt kaufen
- Käse als Zutat statt als Belag einplanen
Wenn du mehr Spielraum hast, füge in umgekehrter Reihenfolge wieder hinzu.
Der Mengenrahmen, an dem du dich orientieren kannst
Für zwei Personen und sieben Tage, grob gerechnet:
- Getreideprodukte und Kartoffeln zusammen: etwa 4 bis 5 kg
- Gemüse: etwa 3 bis 4 kg
- Obst: etwa 1,5 bis 2 kg
- Milchprodukte: etwa 2,5 kg oder Liter
- Eiweißquelle: etwa 1 bis 1,3 kg
Diese Mengen sind hilfreicher als jede Preisliste, weil sie nicht veralten. Wenn dein Einkauf deutlich darüber liegt, kaufst du zu viel, und wirfst am Ende der Woche weg.
Aus der Liste einen Wochenplan machen
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Der Trick ist nicht, sieben verschiedene Gerichte zu planen, sondern wenige Grundlagen mehrfach zu kombinieren.
Aus der Liste oben entstehen ohne Zusatzeinkauf zum Beispiel:
- Haferflocken mit Obst als Frühstück, warm oder als Overnight Oats
- Omas Kartoffelsuppe — ergibt zu zweit zwei Portionen mehr als nötig
- Kohlknödel aus Kohl, Kartoffeln und Ei
- Linsen-Kokos-Pfanne mit Reis und Dosentomaten
- Sauerteig-Gemüse-Blechbrot, wenn du ohnehin Mehl im Haus hast
- Ein Gericht mit Fleisch oder Fisch
- Aufläufe aus allem, was übrig ist
- Grießbrei als Nachtisch oder süßes Abendessen
Plane bewusst ein Gericht mehr, als du brauchst. Die Reste ersetzen einen Mittagstisch oder wandern in die Gefriertruhe.
Die Vorlage zum Ausdrucken
Wenn du die Liste dauerhaft nutzen willst, hat sich diese Struktur bewährt:
- Nach Gruppen sortiert, nicht alphabetisch, dann läufst du den Markt einmal ab statt dreimal
- Eine Spalte für die Menge, eine für den Preis
- Unten eine Summenzeile
- Eine Zeile „Vorrat prüfen“ ganz oben
Die Preisspalte ist der eigentliche Punkt. Wer während des Einkaufs mitschreibt, kauft messbar anders, nicht weil er verzichtet, sondern weil die Summe sichtbar wächst.
Ein magnetischer Einkaufsblock für den Kühlschrank* erspart dabei den Zettel, der immer verschwindet, und du schreibst leere Packungen direkt auf, statt sie zu vergessen.
Was den Einkauf zu zweit besonders teuer macht
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Packungsgrößen, die nicht aufgehen. Das häufigste Problem bei zwei Personen. Frischprodukte in Familiengrößen verderben, bevor sie aufgebraucht sind. Bei Frischem lieber kleiner kaufen, bei Haltbarem größer.
Zweimal pro Woche einkaufen. Jeder Zusatzgang bringt ungeplante Positionen mit.
Zwei verschiedene Geschmäcker bedienen. Wer für jede Person separat plant, verdoppelt die Zutatenliste, ohne die Menge zu erhöhen. Eine gemeinsame Grundlage mit unterschiedlicher Ergänzung ist günstiger.
Reste ohne Plan. Was am Sonntag noch da ist, gehört am Montag in ein Gericht, sonst in die Tonne.
Weitere Punkte, die unabhängig von der Haushaltsgröße wirken, stehen im Beitrag zum Wocheneinkauf für eine Person.
Häufige Fragen
Was kostet ein Wocheneinkauf für zwei Personen?
Die Liste oben landet meist zwischen 50 und 70 Euro, je nach Markt und Saison. Zum Vergleich: Zwei-Personen-Haushalte gaben laut Destatis durchschnittlich 477 Euro monatlich für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus, also rund 110 Euro pro Woche.
Wie viel Gemüse brauche ich für zwei Personen pro Woche?
Als Planungswert etwa 3 bis 4 Kilogramm. Deutlich mehr bedeutet meist, dass am Wochenende etwas weggeworfen wird.
Lohnt sich Vorratskauf zu zweit?
Bei haltbaren Grundnahrungsmitteln ja, bei Frischem nein. Das ist der zentrale Unterschied zum Familieneinkauf, wo größere Packungen fast immer aufgehen.
Wie plane ich, wenn wir unterschiedlich essen?
Über eine gemeinsame Grundlage mit getrennter Ergänzung. Kartoffeln, Reis und Gemüse für beide, die Eiweißquelle unterschiedlich.
Wie oft sollte ich einkaufen?
Einmal pro Woche mit Liste, plus höchstens einen kurzen Frischeinkauf. Alles darüber kostet regelmäßig mehr als es spart.
Was mache ich mit Resten am Wochenende?
Plane den Sonntag als Restetag ein. Aufläufe, Pfannengerichte und Suppen nehmen fast alles auf.
Der erste Durchgang
Nimm die Liste beim nächsten Einkauf mit und trag die Preise ein. Nach einer Woche weißt du zwei Dinge: was dein Einkauf wirklich kostet, und welche Gruppe bei dir aus dem Rahmen fällt. Alles Weitere ergibt sich daraus von selbst.
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